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Im Schwingungsfeld von Tetraedern

AKLA-Erfahrungsbericht Januar 2010
von Susanne Hoffmann

Wie ineinander geschachtelte Tipis stehen sie da und bilden den Blickfang unseres (physisch-realen) Raumes: zwei Tetraeder unterschiedlicher Größe aus Bambusstöcken errichtet. Meine Neugier muss jedoch warten, Lutz beginnt mit der uns schon vertrauten Rosenquarzmeditation, die uns einstimmt, auf das, was noch kommen mag. Es ist wie eine Wiederbegegnung mit einer Bekannten, schnell entsteht das wohlige Geborgenheitsgefühl wie in einer liebevollen Umarmung. Und doch: etwas ist anders als sonst. Ich kann in oder über diese Verbindung plötzlich anders wahrnehmen, als wären Kanäle dazu geschaltet. Vor meinem inneren Blick sehe ich Außergewöhnliches. Die Zusammenhänge sind mir zwar (noch) nicht klar, aber allein die Schönheit des Geschauten ist Genuss genug.

Nach diesem Auftakt, wird die Bühne bereitet für die beiden Hauptakteure des heutigen Abends – die beiden Tetraeder. Deckungsgleich stehen sie zunächst übereinander in unserer Mitte und Lutz lädt zu einer neuen Erfahrung ein. Während ein Teilnehmer im kleineren Tetraeder Platz nimmt, wird der größere von drei weiteren Teilnehmern angehoben und auf eine vorgegebene Art und Weise bewegt. Heilige Geometrie als sich bewegender Erfahrungsraum. Das ist spannend. Ich weiß nicht, warum, aber mir kommt es so vor, wie der Einstieg in eine Art Energie-Raumschiff – vielleicht ein schwacher Abglanz einer uralten Erinnerung, die diesen Eindruck hervorruft. Auch werde ich das Gefühl nicht los, dass ich zwar physisch in diese Bambusstocktetraederform eintrete, ich aber subjektiv empfunden nirgendwo eintrete, sondern die Form in mich eintritt und das äußere Geschehen auch inneres Geschehen ist, was zeitgleich stattfindet (später erklärt Lutz, dass Tetraederstrukturen auch Bestandteil unserer Energiekörper sind). Die Grenzen von Außen und Innen scheinen für mich irgendwie durchlässiger zu werden. Auch das Zeitempfinden verwischt in mir. Ist eine Minute nun lang oder kurz? – Ich vermag es nicht mehr zu sagen. Ich bin einfach nur. Und jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, scheint es mir, als würde ich das Erlebte erneut beleben, es anregen und es ist, als würde ein bisher Verborgenes sich aktivieren, sich erheben, als würden Erinnerungen an die Zukunft wach. Ich schließe daraus, dass diese Tetraederübung w e i t mehr beinhaltet, als an diesem Abend bewusst erfahr- und erfassbar wurde.

Das würde bedeuten, dass die Übungen des Visualisierens auch dazu führen, dass sich die Mentalkraft bezogen auf sich erinnerndes Denken so zunimmt, dass allein das Denken an das Erlebte ausreicht, um zusätzliche (Erinnerungs-) Speicher zu aktivieren. Wow, welch ein Potential.

Ein zusätzliches „Schmankerl“ ist für mich, dass wir ein Amt wählen dürfen, mit dem jeder von uns für die Dauer der Übung verbunden ist. Wir haben freie Wahl zwischen Boddisattwa-, Maha-Chohan und Manu Amt. Lutz ist gern zu Diensten und vermittelt den „direkten Draht“ zum jeweiligen Amt. Diese Verbindung gewährleistet sowohl einen auf den Teilnehmer individuell abgestimmten Informationsfluss und verhindert außerdem ein nicht gewolltes Reisen in andere Bewusstseinsdimensionen. Ich wähle das „Amt der Liebe“ (Boddisattwa) und fühle … mich wohl (keine Dramatik, keine Bilderflut, „nur“ Energie). So könnte ich Stunden sitzen bleiben. Jeder macht andere Erfahrungen: da kommen Bilder oder Botschaften oder Körperempfindungen an. Sogar von schwarz-rot-gelben Farbbändern wird berichtet (wenn auch der Adler fehlt ?). Auch die geistige Welt scheint einen feinen Sinn für Humor zu haben und es darf auch ruhig mal gelacht werden.

Schade nur, dass es nicht nächste Woche schon weitergeht.